²ʲв
:
³
ʳ
'
˳
˳
ϳ
'
㳿
Գ
Գ
Գ
Գ


Definition der wichtigsten Termini der Syntagmatik

Die Distribution ist die Summe aller Umgebungen des Wortes, in denen es vorkommt. Im allgemeinen, jeder Gebrauch eines Wortes in der Rede ist die Äußerung seiner Distribution.

Der Kontext(im weiten Sinne) sind extralinguistische Bedingungen, die die Realisierung der Bedeutung beeinflussen.

Der Kontext (im engen Sinne) sind unmittelbare sprachliche Bedingungen des Wortgebrauchs.

Nach dem Charakter unterscheidet man:

1) den konstanten Kontext in phraseologischen Einheiten, idiomatischen Ausdrücken, z.B. auf großem Fuße leben,

auf der faulen Haut liegen,

zwei linke Hände haben.

2) den Zwischenkontext (stabilen K.) in Wortverbindungen; die wir als typische kennzeichnen können: schlechtes Gewissen, starker Tee, armer Student.

3) den variablen Kontext, wo freie Bedeutungen des Wortes realisiert werden, z.B.: gutes Wetter, neues Kleid.

 

Die Valenz ist die syntaktische Potenz, die in der lexikalischen Bedeutung eines Wortes enthalten ist.

Die Realisierung dieser Potenz heißt die Kombinierbarkeit die Fähigkeit eines Wortes die Verbindung mit anderen Wörtern nach bestimmten syntaktischen Modellen zu bilden.

 

BEDEUTUNGSWANDEL (semantische Derivation)

 

Erweiterung der Bedeutung ist das Resultat der Entwicklung des semantischen Umfangs des Wortes vom Einzelnen zum Allgemeinen, vom Konkreten zum Abstrakten. Der parallele Terminus ist die Generalisierung der Bedeutung.

Die Bedeutungsverengung besteht darin, dass ein Wort mit einem ursprünglich weitem Bedeutungsumfang später nur noch einen Teil davon besitzt. Der parallele Terminus ist die Spezialisierung der Bedeutung.

 

Die Bedeutungsübertragung besteht darin, dass neue Gegenstände oder Erscheinungen mit bereits bestehenden Wörtern auf Grund einer Ähnlichkeit oder Assoziationen benannt werden.

Man unterscheidet 2 Arten der Bedeutungsübertragung: die Metapher und die Metonymie.

Die Metapher (meta über, phero trage) ist die Übertragung der Namensbezeichnung aufgrund einer Ähnlichkeit.

Z.B. Schlange :lange Reihe wartender Menschen, Flügel (des Klaviers)

Eine besondere Art der Metapher ist die Personifizierung die Übertragung der Eigenschaften eines Lebewesens auf Gegenstände oder Erscheinungen. Z.B.: der Wind heult, die Sonne geht auf, die Stunde kommt etc.

 

Die Metonymie (meta über, onoma Name) ist die Übertragung von einem Gegenstand auf einen anderen auf Grund eines logischen Verhältnisses zwischen diesen Gegenständen.Die Bedeutungsbeziehungen bei der Metonymie sind stofflicher, räumlicher,zeitlicher, kausaler Art, Beziehungen zwischen Handlung und Resultat der Handlung etc.

Z.B.: Er trank das ganze Glas.

Die Lehrerin begrüßte die Klasse.

Die Hyperbel ist die übertriebene Darstellung verschiedener Eigenschaften einer Person oder eines Gegenstandes.

Die Litotes ist die abgeschwächte Darstellung der Wirklichkeit.

Beispiele: (Hyperbel) - vor Wut platzen;

eine Ewigkeit dauern;

tausende Küsse;

(Litotes) - ein paar Minuten;

ein Katzensprung.

 

Unter Euphemismus versteht man die Bezeichnung der Gegenstände oder Erscheinungen nicht durch Benennungswörter, sondern durch spezifische mildernde oder verhüllende Umschreibung.

Z.B. anstatt sterben sagt man: verscheiden, für immer einschlafen, den Geist aufgeben, dem Gebote der Natur folgen...

 

WORTBILDUNG

 

 

Wortbildung - ist die Bildung neuer Wörter nach den für diese Sprache charakteristischen wortbildenden Modellen.

Für die deutsche Sprache sind folgende Arten der Wortbildung charakteristisch: Zusammensetzung, Ableitung, Übergang in eine neue Wortart, Kürzung.

 

Die Zusammensetzung ist Bildung neuer Wörter durch das Aneinanderrücken der Stämme.

 

Klassifikation der zusammengesetzten Wörter

1) vom morphologischen Standpunkte aus, d.h. nach dem Typ des Modells.

Modelle:

Substantiv + Substantiv: Tageslicht

Adjektiv + Substantiv: Großstadt

Verbalstamm + Substantiv: Schreibtisch

Zahlwort + Substantiv: Dreieck

Pronomen + Substantiv: Ichform

Präposition + Substantiv: Fürwort

Adjektiv + Adjektiv: dunkelbraun

Präposition + Adjektiv: unterirdisch

Verb + Verb: spazieren gehen

u.a.

2) Vom semantisch syntaktischen Standpunkt aus unterscheidet man vier Arten von Zusammensetzungen:

1) attributive Zusammensetzungen

2) kopulative Zusammensetzungen

3) Zusammenrückungen

4) Zusammenbildungen.

 

Bei den attributiven Zusammensetzungen die erste Komponentebestimmt die zweite.

 
 


Z.B.: Tisch lampe Wand zeitung

welche? Bestimmungswort Grundwort

 

 

Kopulative Zusammensetzungen bestehen aus zwei grammatisch gleichwertigen Komponenten, z.B.: taubstumm, sauersüß, dreizehn.

 

Zusammenrückungist eine lockere Verbindung mehrerer Wörter oder sogar eines kleinen Satzes zu einer Einheit. Oft haben sie übertragene Bedeutung.

Z.B.: Tischleindeckdich!

Lebewohl

 

Zusammenbildungen sind solche Zusammensetzungen, die infolge zweier Prozesse entstanden sind: der Zusammensetzung und der Ableitung, z.B.: Nichtstuer, Teilnehmer, blondhaarig.

Die zweite Art der Wortbildung ist die Ableitung das ist Bildung neuer Wörter mit Hilfe von Affixen (Präfixen und Suffixen).

 

Zum wortbildenden Mittel gehört auch der Wechsel der Wurzelvokale.

Im Deutschen gibt es 3 Arten des Vokalwechsels: den Ablaut, den Umlaut, die Brechung.

Unter dem Ablaut versteht man den alten, spontanen, von den nachstehenden Lauten unabhängigen Wechsel des Wurzelvokals: binden Band Bund, sprachen Sprache Spruch.

Der Umlaut ist die Veränderung eines Lautes unter dem Einfluss des anderen Lautes: Verhältnis von Verhalten, fröhlich von froh, kräftig von Kraft.

Die Brechung ist die Hebung oder Senkung des Stammvokals unter dem Einfluss der Vokale der nachstehenden Silbe, z.B.: Gebirge von Berg, irdisch von Erde.

 

PHRASEOLOGIE

Phraseologie ist ein neuer Bereich der Linguistik, der sich mit festenWortkomplexen einer Sprache befasst.

In der modernen Lexikologie sind folgende Klassifikationen der Phraseologismenvorhanden: die semantische und die semantisch strukturelle.

Die semantische Klassifikation hat V.W. Winogradow vorgeschlagen. Also nach dem Grad der Umdeutung und der Bedeutung werden die Phraseologismen in drei Gruppen eingeteilt:

1. Phraseologische Zusammenbildungen (). Hierher gehören viele deutsche Phraseologismen mit unmotivierterGesamtbedeutung bei voller Umdeutung des ganzen Ausdrucks. Z.B.:

durch die Lappen gehen entwischen;

j-n im Stich lassen j-n in der Not lassen;

2. Phraseologische Einheiten () haben motivierte Gesamtbedeutung aber dabei volle Umdeutung. Z.B.:

große Augen machen staunen;

sich den Kopf brechen Schwierigkeiten haben;

3. Phraseologische Verbindungen () sind meistens verbale Verbindungen, bei denen in der Regel nur das Verb metaphorisch gebraucht wird. Z.B.:

zum Ausdruck bringen;

in Frage kommen;

 

Die traditionelle Klassifikation. Ihr liegt das strukturell semantische Prinzip zugrunde.

Laut dieser Klassifikation werden alle Phraseologismen in folgende Gruppen geteilt: Wortpaare, Idiome, geflügelte Worte, Sprichwörter.

1. Wortpaaresind feste Verbindungen von zwei Wörtern, die einer und derselben grammatischen Wortart angehören. Z.B.: alt und jung, Art und Weise.

 

2. Idiome (aus dem Griech. idios originell) sind Wortgruppen, die in ihrem Gebrauch erstarrt sind. Z.B.: Pech haben, ins Gras beißen (sterben), wie ein Pferd arbeiten (schwer arbeiten).

 

3. Geflügelte Worte ist eine besondere Art fester Wortverbindungen, die eine feste Quelle haben. Z.B.: der rote Faden (Goethe), Sisiphusarbeit (Homer).

 

4. Sprichwörter sind erstarrte kurze Sprüche. Sie existieren in der Form eines Satzes und drücken einen abgeschlossenen Gedanken aus.

 

Es gibt vier Arten der Übersetzung von Phraseologismen: wortgenaue, äquivalent genaue, äquivalent ungenaue und umschreibende.

 

Seminarübungen

Seminar 1

SEMANTIK

(Polysemie, Synonymie, Antonymie, Homonymie)

Theoretische Fragen:

1. Was ist die lexikalische Bedeutung des Wortes?

2. Die Struktur der Bedeutung. Typen der Bedeutungen.

3. Die Polysemie. Die Homonymie und deren Abgrenzung.

4. Paradigmatische und syntagmatische Beziehungen in der Lexik.

5. Synonyme und Antonyme

6. Hyperonyme/Hyponyme

7. Distribution und Kontext

8. Valenz und Kombinierbarkeit.

 

Praktische Übungen:

Übung 1. Welche Bedeutungen der Wörter werden in diesem Gebrauch aktualisiert?

1) In dem Unternehmen steckt kein guter Zug.

Um fünf Uhr kommt der Zug aus Berlin.

Ein langer Zug bewegt sich zum Ehrenmal.

Ich erkälte mich beim leisesten Zug.

Du hast den 1. Zug beim Schach.

Er tat einenZugaus der Pfeife.

Der Alte lag in den letzten Zügen.

Frank hat einen guten Zug aus der Flasche getan.

Sein Gesicht hat einen höhnischen Zug.

Die Züge der Schrift verraten den Charakter eines Menschen.

 

2) Vor Überraschung konnte er keinen Satz hervorbringen.

Die Arbeiter erfüllten heute drei Tagessätze.

Er leerte sein Glas in einem Satz.

Das neue Buch ist schon im Satz gegeben.

Mit einem Satz sprang er über den Zaun.

Der im Wasser gelöste Zucker gibt keinen Satz.

 

Übung 2. In welchem Gebrauch sind folgende Wortpaare gegenseitig nicht zu ersetzen? Führen Sie typische Kontexte an, in denen die genannten Wörter vorkommen!

 

Z.B.: kräftig stark; stark Tee (konzentriert), Regen, Kälte, Schmerzen (heftig, intensiv), Mauer, Bretter (dick), Wille (übertrag. gefestigt) , Gegner (sehr gut, tüchtig),

kräftig Wort (derb).

für beide Mensch, Schlag (mit körperlicher Kraft); Farbe, Licht (von intensiver Wirkung).

 

Doktor Arzt; rein sauber;

blass bleich; (sich) ändern sich verändern wechseln.

dunkel finster;

 

Übung 3. Ersetzen Sie die fettgedruckten Wörter durch Wörter der Überordnung (Hyperonyme):

Z.B.: Er grüßt herzlich seine Mutter, seine Schwester, seinen Neffen - Er grüßt herzlich seine Verwandten.

 

1. Über 100 Bauern dieses Dorfes haben Kühe.

2. Manche Städter decken ihren Bedarf an Kartoffeln, Tomaten und Kohl mit Hilfe ihrer Schrebegärten.

3. Die Sandalen sind ganz kaputt.

4. Ihr Sopran gefällt mir.

5. Die Zyklamen auf dem Fensterbrett standen verwelkt.

 

Übung 4. Ordnen Sie die eingeklammerten Adjektive in aufsteigender Reihenfolge:

Z.B.: Der junge Musiker war begabt, talentvoll, genial.

1) Der junge Musiker war (genial, begabt, talentvoll).

2) Der Wind ist (kalt, kühl, eiskalt).

3) Es regnet (in Strömen, Schusterjungen, stark, leise).

4) Der Bauer war (arm, reich, steinreich, wohlhabend, nicht arm, arm wie eine Kirchenmaus).

5) Das Wasser ist (kochend, heiß, warm, lau, kalt, dem Gefrierpunkt nahe).

6) Jemanden (hassen, Abneigung gegen jn empfinden, nicht gern haben, lieben, anbeten).

7) Die Alte ist (sehr dick, klapperdürr, ein Gerippe, mager, schlank, beleibt).

8) Das Mädchen ist (gesprächig, schweigsam, geschwätzig, schwatzt ohne Punkt und Komma, schwatzt dem Teufel ein Ohr weg).

 

Übung 5. Geben Sie Antonyme zu den Wörtern in Verbindung mit den eingeklammerten Substantiven an:

Z.B.: wild ... (Rose/ Pferd); 1) Garten- (Rose); 2) zahm (Pferd).

 

steigen ... (Temperatur/ die Röte im Gesicht);

sanft ... (Wind/ Schlaf/ Stimme);

trocken ... (Hand/ Holz/ Empfang/ Brot);

verschlossen ... (Mensch/ Tür);

tief ... (Fluß/ Grube/Temperatur/ Stimme/ Mensch);

roh ... (Obst/ Edelstein).

 

 

Übung 6. Welche Mittel der Abgrenzung von Homonymen sind hier angeführt:

Mahl Mal; Cafe Kaffee, tot Tod; wieder wider, Ware wahre.

die See der See, Die Flur der Flur, der Schild das Schild, der Band das Band.

Bände Bänder, Kiefer Kiefern, Bänke Banken.

 

 

Übung 7. Gruppieren Sie folgende Wörter in etymologische Wortfamilien und semantische Zweige:

Z.B.: eine Wortfamilie: ziehen, anziehen, Korkenzieher, Beziehung, ausziehen, Zug, Anzug.

Fliehen, fliegen, (sich) flüchten, abfliegen, Flucht, Fliege, Flug, Flügel, geflügelt, flüchtig, Flieger, Fliegerin, Flüchtling, Flüchtigkeit, Ausflucht, Abflug, Ausflug, Geflügel, Flugzeug.

 

Übung 8. Können Synonyme vollständig sein? Welche Verben können in Satzlücken eingesetzt werden?

 

 

wissen kennen

 

Ich ... vier Arten von Menschen: solche, die etwas ... und..., dass sie etwas... . Das sind gebildete Leute, und ihnen gilt es nachzueifern. Ich ... auch Menschen, die etwas ..., doch nicht..., dass sie etwas... . Diese Menschen schlafen und sie gilt es zu wecken. Und dann gibt es Menschen, die nichts ..., jedoch ..., dass sie nichts ... Ihnen muss man helfen. Und schließlich ... ich Menschen, die nichts ... jedoch auch nicht..., dass sie nichts ... Das sind dumme Menschen, und über sie ist wahrhaftig nichts Gutes zu sagen.

zugrunde gehen umkommen totfallen

1. In diesem Gefecht ist er als Held ... 2. Beim Schiffbruch sind 15 Menschen ... 3. Wir wanderten lange durch die Steppe, wir wären vor Hitze beinahe ... 4. Du wirst daran nicht ... 5. Im Krieg war die Stadt ...

lernen studieren

1. Ein Sprichwort lautet: Probieren geht über Studieren. 2. Ich ... im Hauptfach Mathematik. 3. Der Schüler sollte das Gedicht auswendig ... 4. Nebenbei ... ich noch Polnisch, weil mein Zimmernachbar ein Pole ist. 5. Sie ... Medizin an der Universität.

tun machen

1. Wie geht es dir? Was ... ihr alle? Und was ... die Arbeit? (H. Fallada). 2. Wer hat den Nutzen, wenn sie warten und nichts ...? 3. Ich ... die Augen immer zu, wenn ich Musik höre. Meinst du, dass sie (die Leute) das auch ... werden? (W. Quendau). 4. Der Advokat ... einen tiefen, glücklichen Atemzug. (H. Mann). 6. Sie werden doch keine Dummheiten ... (H. Mann). 7. Die Arbeit ... ihm Vergnügen. (B. Kellermann). 8. Man müsste den Ofen ..., ohne ihn zu löschen. (E. Claudius).

reden sagen - sprechen

1. Die junge Ausländerin ... bereits fließend Deutsch. 2. Wollen wir nicht du zueinander ...? 3. Er möchte mir etwas ins Ohr ... 4. Ich habe noch ein Wörtchen mit dir zu ... 5. Die Kunst besteht darin, mit wenig viel zu ... 6. Das kleine Kind kann schon ganze Sätze ... 7. Er ist nicht der Chef und hat hier nichts zu ... 8. Lass doch die Leute ...!

 

 

Übung 9. Beschreiben Sie die Bedeutungsbeziehungen zwischen den Adjektiven in den verschiedenen Kontexten!

bittere Mandeln bittere Worte; fester Stoff feste Freundschaft; glatte Wand glatte Stirn glatte Manieren glattes Eis; heller Tag heller Verstand; schwerer Koffer schwerer Fall schwere Prüfung; tiefes Tal tiefe Trauer tiefes Gefühl.

 

Seminar 2

BEDEUTUNGSWANDEL

 

Theoretische Fragen:

1) Bedeutungswandel. Ursachen des Bedeutungswandels.

2) Bedeutungserweiterung und Bedeutungsverengung.

3) Metapher

4) Metonymie

5) Wertsteigerung/Wertverminderung

6) Die Hyperbel und die Litotes.

7) Euphemismus

 

Praktische Übungen:

Übung 1. Bestimmen Sie, ob die fettgedruckten Wörter Metaphern oder Metonymien sind:

1. Pastor Wunderlichs Gesicht aber blieb weiß, fein und aufgeweckt, obgleich er in aller Behaglichkeit ein Glas nach dem anderen trank (Th. Mann). 2. Und wie ist es denn in Paris? fragte er mit ehrfurchtsvoll gesenkter Stimme (B. Kellermann). 3. Als der junge Ingenieur Jacques Gregor, von dem heute ganz Anatolspricht, vor einigen Monaten aus dem Auslande zurückkehrte, wurde seine Ankunft in der Stadt nicht beachtet (B. Kellermann). 4. Der Konsul kam, die Feder hinterm Ohr, aus dem Kontor heraus (Th. Mann). 5. Mir ist übel, mir ist verdammt übel! Das starke Wort schien ihm geradezu Linderung zu bereiten, mit solcher Inbrust stieß er es hervor (Th. Mann). 6. Die zwei letzten, die richtigen Jahre seines Lebens, gingen so rasch vorbei wie Minuten (A. Seghers). 7. Und man saß nun, gegen 4 Uhr nachmittags, in der sinkenden Dämmerung und erwartete die Gäste... (Th. Mann). 8. Es war der reine Taifun, sagte der Kaufmann...(L.Frank). 9. Stelle dir vor, dieser Koroscheck, dieser verrückte Knabe!.. Wenn er im Russie abstieg nicht eine Krone Kredit würde man ihm geben. Er kannte doch dieses Nest! (B. Kellermann). 10. ...ein altes, zärtliches Ehepaar, das sich vor aller Ohren mit Kosennamen zu benennen pflegte (Th. Mann) 11. Er wandte sich an seine Schwiegertochter... So reichten sich die beiden Generationen die Hände ( Th. Mann). 12. Im zweiten Keller rechts, das zweite Fach, hinter dem roten Bordeaux, drei Flaschen (Th. Mann). 13. Aus dieser Ehe, so hieß es , entsprossen vier Kinder...(Th. Mann). 14. Er war indessen noch nicht imFeldegewesen und lebte in der beständiger Angst, der Krieg könne zu Ende gehen, bevor die Reihe an ihm käme (B. Kellermann). 15. Nunmehr war die Königliche Hochheit längst verheiratet, hatte drei Kinder (B. Kellermann). 16. Aber der Dicke kam heraus und führte ihn durch einen Hof in einen zweiten Hof, wo er ihm einen Hundezwinger übergab (B. Brecht). 17. ..., die mit Amerika sympathisierten, konnten zwar begreifen, dass der Hof kühl blieb vor ihrem demokratischen Eifer. (L. Feuchtwanger). 18. Wenn Sie mir den wirklichen Grund sagen, mache ich für heute sofort Schluß! (H. Fallada). 19. Er begann abermals die Konstruktion der Logenringe zu studieren, die ihm nicht ganz verständlich war (B. Kellermann). 20. Der Sieg um die Lippen, in den Augen der Schönen war vielleicht um eine Spur satter geworden (L. Feuchtwanger). 21. Der Korb geht nach Sohle sechs, erklärte der Vater (B. Kellermann). 22. Er drückte zufrieden den Brustkorb heraus, um das zusammengedrehte Handtuch zu schrubben (A. Seghers). 23. Aber sie hat Glück; nicht die Frau, die meist ein paar freundliche Worte mit ihr wechselt, sondern der Mann mit dem scharfenGesicht, dem dünnlippigen Mund und den kalten Augen öffnet ihr (H. Fallada). 24. Der Intendant erblaßte vor ihrer bitteren Höflichkeit (L. Feuchtwanger).

 

Übung 2. Schreiben Sie aus folgenden Sätzen die Litotes und Hyperbeln aus und geben Sie zu diesen ukrainische Äquivalente an:

1. Ei was, Stadt! sprach er weiter, die ganze Welt solls erfahren! (Br. Grimm). 2. Es dauerte ein paar Sekunden, bevor sie wieder, ohne schwindlich zu werden, über das Geländer blicken konnte (F. Weiskopf). 3. Papa wird überglücklich sein und Ihnen ewig danken. Grüßen Sie Ihren Vater tausendfach, sagte Fabian (B. Kellermann). 4. Geplatzt bin ich vor Wut (B. Kellermann). 5. Für das Arbeitsamt wohnt Pinneberg bei Meister Puttbrese, heute, morgen, in alle Ewigkeit, ob er nur die Miete zahlen kann oder nicht (H. Fallada). 6. Belloni..., wobei er zweimal um ein Haar gestellt wurde, war durch die Drehtür in das Hotel hineingegangen (A. Seghers). 7. Ich könnte Ihnen kein Elternhaus zeigen, auch wenn wir die ganze Erde umritten (A. Seghers). 8. ...zu guter Letzt kriegten die Trauergäste noch nicht einmal einen Imbiß comme il faut und beklatschten einen bis ans Ende ihrer Tage (F. Weiskopf). 9. Seine flinken Augen sind überall, und mit sicherem Griff hat er eine Handvoll praktisch begabter Arbeiter zu den gleichen Fähigkeiten herangebildet (A. Zweig). 10 Alle Welt weiß, dass er übermorgen auf Urlaub fährt, um über Neujahr wegzubleiben...(A. Zweig).

 

Übung 3. Bestimmen Sie die Abarten folgender lexikalischer Metaphern (nach der Form, Farbe, Funktion usw.):

Schlange, Augapfel, Brustkorb, Scharlach, Karfunkel, Plüschkin, Bergfuß, Feder, Esel, Gans, Nagelkopf, Flügel.

 

Übung 4. Bestimmen Sie die Abarten folgender lexikalischen Metonymien:

vier Wände, ein kluger Kopf, Frauenzimmer, Boston (Tanz), Gulden, das ganze Auditorium, ein Glas trinken, Havanna, Mosel, Mokka.

 

Übung 5. Welche Ergebnisse hatte die historische Entwicklung der angegebenen Bedeutung der Wörter?

 

Wort historische Bedeutung heutige Bedeutung Art des Bedeutungs wandels
Tölpel Dorfbewohner    
gemein allgemein    
List Klugheit    
Aas Speise    
Hochmut Gehobene Stimmung    
fressen aufessen    
Spießbürger Ehrentitel für den Vollbürger, der zum Tragen des Spießes berechtigt und zur Verteidigung der Stadt verpflichtet war    
Marschall Pferdeknecht    
Minister Diener    

 

SEMINAR 3

Theoretische Fragen:

1) Definition der Wortbildung. Typen der Wortbildung.

2) Die Zusammensetzung. Semantisch syntaktische Klassifikation der Zusammensetzungen.

a. attributive Zusammensetzungen;

b. kopulative Zusammensetzungen;

c. Zusammenrückungen;

d. Zusammenbildungen.

3) Die Ableitung. Wortbildende Mittel: der Ablaut, der Umlaut, die Brechung.

4) Übergang in eine neue Wortart.

5) Die Kürzung.

 

Praktische Übungen:

WORTBILDUNG

© 2013 wikipage.com.ua - wikipage.com.ua |