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Was beeinflusst die Erstellung eines Make-ups?

Dekorative Kosmetik

 

Wie ein Make-up entsteht

In Ihrem modisch orientierten Beruf nimmt die dekorative Kosmetik eine wichtige Stellung ein. Erst ein typgerechtes und modisches Make-up vervollständigt das harmonische Gesamtbild Ihrer Kundin, das mit der Frisurengestaltung begonnen hat.

 

Viele Kundinnen sind im Umgang mit dekorativen Kosmetika ungeübt und suchen fachlichen Rat. Gerade nach der Erstellung einer neuen Frisur möchten viele Frauen ihren Typ durch ein passendes Make-up unterstreichen, ohne dabei geschminkt auszusehen.

Auch für besondere Anlässe, z.B. eine Hochzeit, müssen Sie das entsprechende Make-up gestalten können.

Seien Sie sich auch Ihrer Rolle als Vorbild bewusst. Neben Kleidung und Frisur gehört dazu auch für Sie ein modisches, typgerechtes Make-up. Eine zu grell und aufdringlich geschminkte Friseurin wird eine Kundin wohl kaum zum Erproben eines neuen Make-ups ermutigen können.

Für die Erstellung eines Make-ups sind genaue Kenntnisse über das vielfältige Angebot und die verschiedenen Anwendungstechniken dekorativer Kosmetikpräparate erforderlich.

 

Was beeinflusst die Erstellung eines Make-ups?

Vor der Erstellung eines Make-ups müssen Sie ein ausführliches Beratungsgespräch mit Ihrer Kundin führen. Die folgenden Punkte sollten dabei berücksichtigt werden:

 

 

Grundierung

Die Grundierung stellt die Grundlage eines jeden Make-ups dar. Sie soll dem Gesicht ein frisches und dennoch natürliches Aussehen verleihen und Unregelmäßigkeiten der Haut ausgleichen.

 

Welche Produkte werden unterschieden?

Grundierungen werden in unterschiedlicher Beschaffenheit und Form angeboten. Flüssige oder halbfeste Cremegrundierungen sowie Kompaktgrundierungen in gepresster Form sind die gebräuchlichsten. Auch fettfreie Produkte gewinnen zunehmend an Bedeutung.

 

Neben den Pigmenten (Eisenoxide) enthalten fast alle Grundierungen Puderstoffe, die das matte Aussehen des Teints bewirken sollen. Der Puderanteil entscheidet über die Deckkraft eines Präparates. Da die Puderstoffe der Haut Feuchtigkeit entziehen können, enthalten viele Grundierungen zusätzlich Wirkstoffe, die Feuchtigkeit binden.

 

Vielen Produkten sind außerdem Lichtfiltersubstanzen zugesetzt, um den Schutz vor UV-Strahlen zu verstärken.

 

Immer häufiger finden getönte Tagescremes Anwendung. Sie haben eine geringere Deckkraft und tönen die Haut deshalb nur leicht. Gerade Kundinnen, die sich nicht stark schminken und eine problemlose Haut haben, werden diese Produckte gerne anwenden.

 

Zu den Grundierungsmitteln zählen auch so genannte Abdeckpräparate, die besonders deckkräftig sind. Hiermit können Unebenheiten des Gesichtes, wie Hautunreinheiten oder Augenschatten, kaschiert werden. Diese Korrekturpräparate sollten Sie im Farbton immer etwas heller als die Teintgrundierung wählen. Beachten Sie, dass spezielle Abdeckmittel in Stiftform für Hautunreinheiten antiseptische Zusätze enthalten. Sie eignen sich aber wegen ihrer austrocknenden Wirkung nicht für das Abdecken der empfindlichen Augenpartie.

 

Tipp

Bei Hautrötungen können Sie grüne Abdeckpräparate verwenden, weil Gegenfarben (rot/grün) sich in ihrer Farbwirkung abschwächen.

 

Gesichtspuder dient zur Fixierung und Abrundung der Grundierung und mattiert den Teint zusätzlich. Puder wird in loser oder gepresster Form angeboten. Er ist in verschiedenen Farbtönen erhältlich. Im Allgemeinen sollte der Ton des Puders dem Farbton der Grundierung entsprechen.

 

Augen-Make-up

 

Lippen-Make-up

Die Betonung der Lippen lässt das Gesamtbild eines Make-ups harmonischer erscheinen. Das Lippen-Make-up ermöglicht neben der Betonung und dem Ausgleich der Lippenform auch einen Schutz der empfindlichen Lippenhaut gegen Austrocknung.

 

Welche Produkte gibt es?

Die am häufigsten verwendeten Produkte sind Lippenstifte in cremeförmiger Beschaffenheit. Sie sind besonders farbintensiv und decken lang anhaltend.

Lippenstifte

 

Weichere Stifte enthalten einen höheren Ölanteil. Sie decken meist nicht so stark und haften weniger lange. Allerdings halten sie die Lippen besonders geschmeidig und geben einen leichten Glanz.

Lipglossproduktelassen die Lippen glänzen, ohne stark zu tönen. Im Allgemeinen werden diese Präparate zum Abschluss eines Lippen-Make-ups aufgetragen.

Lippenkonturenstifte dienen zur Korrektur und zum Nachzeichnen der Lippenform. Die Stifte enthalten eine feine Farbmine. Der Farbton des Konturenstiftes sollte stets eine Nuance dunkler als der Lippenstift gewählt werden.

Richten Sie sich bei der Auswahl der Lippenstiftfarbe nach der Kleidung, der Haarfarbe und auch nach dem Farbton des Nagellacks Ihrer Kundin. Trägt die Kundin selten Make-up, sollte die Farbe niemals zu kräftig gewählt werden. Sie würde diese Veränderung des Gesichts als zu auffällig empfinden.

 

Wie trägt man das Lippen-Make-up auf?

Ziehen Sie zunächst die Lippenkontur mit einem Konturenstift nach. Um eine Lippenform kleiner erscheinen zu lassen, sollten Sie die feine Linie innerhalb der Kontur setzen. Um eine vollere Lippenform vorzutäuschen, können Sie die Konturen über den natürlichen Lippenrand hinaus zeichnen. Allerdings ist dabei ein sehr sorgfältiges Arbeiten erforderlich. Entsprechend kann auch nur die Oberlippe oder nur die Unterlippe optisch korrigiert werden.

 

Das Auftragen des Lippenstiftes muss aus hygienischen Gründen stets mithilfe eines Spatels und Pinsels erfolgen. Streichen Sie von dem Lippenstift etwas Farbmasse mit dem Spatel ab. Nehmen Sie dann die Farbe mit dem feinen Lippenpinsel von dem Spatel nach und nach ab. So gelingt Ihnen ein exaktes Ausmalen der Lippen. Bitten Sie Ihre Kundin danach, die Lippen auf ein Kosmetiktuch zu pressen, damit überschüssige Farbe abgenommen wird. Eventuell kann dann ein zweites Mal Farbe aufgetragen werden.

Tipp

Mit Puderlidschatten kann man die Augenbrauen sehr natürlich nachformen!

Tragen Sie nun den Eyeliner auf den oberen und unteren Wimpernrand in einer feinen Linie auf. Dasselbe gilt für Kajalstifte, die eine feine Schattierung ermöglichen. Dunkel Eyeliner- oder Kajalstriche können den Wimpernkranz voller wirken lassen dies jedoch nur, wenn sie kaum zu bemerken sind. Je nach Modetendenz wird der Eyeliner auch breiter und nach außen hin verlaufend aufgetragen. Beachten Sie deshalb unbedingt den Typ Ihrer Kundin.

Das Auftragen, besonders von flüssigem Eyeliner, der auf dem Lid fest wird, erfordert viel Übung und eine ruhige Hand. Mithilfe der Kajalstifte wird Ihnen das Ziehen des Lidstriches vereinfacht.

 

Der perfekte Lidstrich

Tipp

Kleinere Korrekturen der Linien können Sie mit einem leicht angefeuchteten Wattestäbchen vornehmen.

 

Tragen Sie die Wimperntusche in ein bis zwei dünnen Schichten auf, wobei jede Schicht antrocknen sollte. So wird ein Verkleben der feinen Wimpernhärchen verhindert.

Bei sehr kurzen und gerade gewachsenen Wimpern können Sie den Schwung mit einer Wimpernzange erreichen.

In fast allen Fällen ist bei der Gestaltung des Augen-Make-ups ein Betonen der Augenbrauen erforderlich. Hierzu werden spezielle Augenbrauenstifte verwendet, die härter als Kajalstifte sind. Wählen Sie niemals zu dunkle Farbtöne, die das Gesicht unnatürlich und starr wirken lassen. Richten Sie sich nach der Haarfarbe. Bei blonden oder rothaarigen Kundinnen eignet sich z.B. ein Goldton.

Tipp für die Praxis

Ø Bei kaltem Licht (Winter, Leuchtstofflampen) blaustichige Nuancen vermeiden. Bei warmem Licht (Kerzen, gelbliches Licht) Orange- und Brauntöne vorsichtig einsetzen.

Ø Helle glänzende Farben lassen den Mund größer erscheinen, dunkle Töne verkleinern dagegen.

Ø Zähne, die von Natur aus einen leichten Gelbstich haben, wirken zwischen gelbrot geschminkten Lippen noch stärker gelblich. Besser sind hier nicht zu dunkle, bläuliche Rottöne.

Ø Lippenstiftfarben mit Perleffekt sehen nur bei glatten Lippen mit fältchenfreien Lippenrädern gut aus. Perlglanz betont alle Unebenheiten.

Ø Lippenkorrekturstifte sollten vor Gebrauch aus hygienischen Gründen angespitzt werden.

Auftragen des Lippenstiftes

Rouge

 

Das Auftragen von Rouge ermöglicht eine Modellierung der Gesichtsform und lässt gleichzeitig das Gesicht frisch aussehen.

 

Welche Produkte gibt es?

Cremeförmiges Rouge eignet sich besonders für eine sehr trockene Haut. Die Präparate werden in Stiftform oder in kleinen Tiegeln in vielen Farbnuancen angeboten.

Puderrougeist ähnlich wie Kompaktpuder zu einem Puderstein gepresst. Produkte mit Perlglanz sollen dem Gesicht ein weiches, schimmerndes Aussehen verleihen. Puderrouge eignet sich für jeden Hauttyp. Es haftet im Vergleich zum Cremerouge besonders lange auf der Haut und ermöglicht Ihnen, besonders feine Farbübergänge zu modellieren.

Bei der Auswahl der Farbnuancen sollten Sie sich besonders nach dem Farbton des Lippenstiftes richten, aber auch die Kleidung und die Haarfarbe beachten. Nur so kann das Make-up ein harmonisches Gesamtbild ergeben.

 

Wie trägt man Rouge auf?

Bei der Verwendung von Cremerouge sollten Sie die Haut nach der Grundierung nicht abpudern, weil das Ergebnis sonst fleckig werden könnte. Tragen Sie das Rouge mit den Fingerkuppen oder einem Schwämmchen auf und verwischen Sie die Farbe sehr sorgfältig.

Puderrouge wird mithilfe eines großen Rougepinsels auf die bereits abgepuderte Haut aufgetragen. Sie erreichen durch die Pudergrundlage besonders weiche Übergänge. Achten Sie darauf, den Pinsel vor dem Auftragen auf dem Handrücken abzuklopfen, um nicht zu viel Farbe aufzubringen.

Das Auftragen des Rouges sollte bei jeder Gesichtsform von einem festgelegten Punkt ausgehen. Diesen Punkt erkennen Sie, wenn Sie sich eine senkrechte Verlängerung des äußeren Augenwinkels bis zum Jochbein vorstellen. Von diesem Punkt aus verteilen Sie dann das Rouge in die Richtung, in die Sie das jeweilige Gesicht verändern möchten.

 

Bei einem kurzen, breitflächigen Gesicht müssen Sie das Rouge also nach oben und nach innen hin verteilen. Wollen Sie ein Gesicht breiter und kürzer erscheinen lassen, so wird das Rouge nach außen und unten hin verteilt. Das ovale Gesicht gilt als die ideale Gesichtsform, sie lässt sich durch das Auftragen von Rouge optisch vortäuschen.

Sie werden feststellen, dass das Rouge stets den Blick mit sich zieht. Durch das richtige Platzieren der Farbe wird ein Modellieren der unterschiedlichen Gesichtsformen möglich. Weiche Farbübergänge lassen das Make-up dabei besonders natürlich aussehen.

 

Rouge als Abrundung des Make-ups

 

Tipp

Setzen Sie etwas Rouge auf den Haaransatz der Stirn oder unterhalb der Augenbrauen, so wirkt das Make-up lebhafter.

 

Puder als Abschluss

Die Gestaltung eines Make-ups endet stets mit dem Abpudern des Gesichts. Hierdurch bekommt das Make-up eine größere Haltbarkeit und das Gesicht erscheint weicher.

Pudern Sie besonders die leicht nachfettenden Partien, wie Nase, Kinn und Stirn, um einem schnell auftretenden Glänzen vorzubeugen. Verwenden Sie möglichst losen Puder und einen dicken Puderpinsel.

Der Farbton des Puders sollte dem der Grundierung entsprechen oder transparent sein. Puder mit starkem Perlglanz eignet sich besonders für ein Abend-Make-up.

 

Aufgaben

1. Eine Kundin möchte von Ihnen geschminkt werden. Welche Punkte müssen Sie beachten, bevor Sie das Make-up erstellen?

2. Welche Make-up-Präparate empfehlen Sie Ihrer Kundin für ein unkompliziertes Tages-Make-up?

3. Erstellen Sie einen Behandlungsplan (Tages-Make-up) für ein Modell Ihrer Wahl.

4. Welche hygienischen Maßnahmen müssen bei der Erstellung eines Make-ups beachtet werden?

5. Schminken Sie sich gegenseitig und bauen Sie dabei Fehler ein. Lassen Sie Ihre

Mitschüler die Fehler finden.

 

Ein fachgerechtes Make-up: vorher-nachher

 

Tipp

Im Zweifelsfall das Make-up Ihrer Kundin bei Tageslicht überprüfen.

 

Ein Abend-Make-up kann farbintensiver und aufwendiger gestaltet werden, weil künstliche Lichtquellen viele Farben schlucken. Dies gilt besonders für Kerzenlicht. Die Grundierung darf abends deckkräftiger sein. Puder- oder Rougetöne mit Glanzeffekt kommen in diesem Licht gut zur Geltung. Bei Festlichkeiten mit Abendgarderobe ist eine exakte Abstimmung der Make-up-Töne auf die Kleidung erforderlich. Durch die Verwendung von Silber- und Goldtönen sowie das Anbringen von unechten Wimpern kann das Make-up den besonderen Anlass unterstreichen. Gerade ein Make-up für besondere Anlässe werden Kundinnen vorzugsweise von einer Fachkraft gestalten lassen. Entsprechend sollten Sie auch die erforderlichen Präparate für ein Abend-Make-up in Ihrem Sortiment bereithalten.

 

 

Augenbrauen- und Wimpernfärben

Das Färben von Augenbrauen und Wimpern ist eine häufig verlangte Serviceleistung. Für viele Kundinnen bedeutet dies eine Betonung der Augen ohne aufwendiges Make-up.

Achten Sie bei der Farbauswahl darauf, dass die Augenbrauen niemals zu dunkel wirken dürfen. Dies würde das Gesicht hart und unnatürlich erscheinen lassen.

 

Wie werden die Wimpern gefärbt?

Das Augen-Make-up muss mit einem speziellen Reinigungsmittel entfernt werden, damit die Wimpernfarbe gleichmäßig einwirken kann.

Auf die Augenlider und unterhalb der Unterwimpern wird eine Hautschutzcreme aufgetragen. So beugen Sie Hautverfärbungen und Hautreizungen durch Farbstoffe vor.

Als Färbeunterlage können Sie feine Blättchen oder Wattepads unter die Wimpern des unteren Augenlids legen. Danach schließt die Kundin die Augen, sodass die Wimpern des Ober- und Unterlides übereinanderliegen.

Da sich die Farbstoffe der Wimpernfarbe sehr schnell entwickeln, sollte die Farbe erst unmittelbar vor dem Auftragen angemischt werden. Beachten Sie dabei die Hinweise des Herstellers.

Das Auftragen erfolgt in Wuchsrichtung der Wimpern, wobei das Auftragestäbchen leicht gerollt und quer über die Wimpern gezogen wird.

Die Die Einwirkzeit beträgt maximal 10 Minuten. Zur Ruhigstellung der Augen und zur besseren Einbettung der Wimpern in die Farbcreme können Sie leicht angefeuchtete Wattepads auflegen.

Das Abnehmen des Färbemittels erfolgt mit einem nicht zu feuchten Wattepad in Wuchsrichtung. Dieser Arbeitsgang muss mehrmals wiederholt werden, damit alle Farbreste entfernt werden.

Bitten Sie Ihre Kundin, die Augen dabei geschlossen zu halten, sie aber nicht zuzukneifen. Das verhindert, dass Farbreste in die Augen gelangen und ein schmerzhaftes Brennen auftritt.

Entfernen Sie nun die Augenblättchen und reinigen Sie den unteren Wimpernrand. Eventuell entstandene Anfärbungen der Haut können mit Fettcreme entfernt werden. Das Auftragen einer Augencreme oder einer beruhigenden Augenlotion bildet den Abschluss der Behandlung.

 

Augenbrauenfärben

Das Färben der Augenbrauen ist problemloser, weil hier nicht in unmittelbarer Nähe der Augenschleimhäute gearbeitet wird. Achten Sie stets auf einen Hautschutz der umgebenden Hautbereiche. Das Auftragen des Färbemittels erfolgt in Wuchsrichtung leicht rollend. Die Einwirkzeit sollte bei hellen Farbtönen nur 1 bis 5 Minuten betragen. Bei sehr dunklen Nuancen kann das Färbemittel bis zu 10 Minuten einwirken.

 

Aufgabe

Bei mir brennt es immer so sehr in den Augen, wenn meine Wimpern gefärbt werden. Außerdem ist die Haut angefärbt. Welche Ursachen kann dieses Kundenproblem haben und wie können Sie vorbeugen?

 

 

Handpflege (Maniküre)

Gepflegte Hände sprechen Bände

In der Tat lassen Hände Rückschlüsse auf ein gepflegtes Äußeres zu. Bedenken Sie: Ihre Nägel kürzen können Kunden auch allein. Sie lassen sich eine fachgerechte Handpflege machen, wenn sie höhere Ansprüche an die Formgestaltung stellen oder Probleme mit ihren Nägeln haben. Nicht nur Frauen, sondern zunehmend auch Männer nehmen diesen Service gerne an. Sie erwarten dann eine qualifizierte Behandlung und eine sachkundige Beratung.

Schauen Sie sich die Hände Ihrer Kundin zunächst genau an, um entscheiden zu können, welche Behandlungsmaßnahmen zu ergreifen sind. Trägt Ihre Kundin Nagellack, muss dieser zunächst beurteilen zu können.

Veränderungen am Nagel sind relativ häufig. Sie werden sicherlich mit Ihrer Kundin darüber ins Gespräch kommen. Sie benötigen wesentliche Kenntnisse zum Aufbau am Nagel beurteilen.

 

Arbeitsschritte

Tränken Sie ein Wattepad mit Nagellackentferner (Schutzhandschuhe tragen). Drücken Sie die Watte einige Sekunden auf den Lack und ziehen Sie den Wattepad zur Nagelspitze hin ab. Wiederholen Sie diesen Vorgang, besonders bei farbintensiven Nagellacken.

Verwenden Sie bei weichen Nägeln statt der Edelstahlfeile (siehe Abbildung links) eine Sandblattfeile. Setzen Sie die Feile etwas schräg an und ziehen Sie sie zur Nagelspitze hin. Wiederholen Sie diesen Schritt, bis der Nagel auf beiden Seiten die richtige Länge hat. Zum Schluss wird die Feile leicht senkrecht angesetzt, um scharfe Kanten abzurunden.

 

Zum Erweichen der Nagelhaut geben Sie warmes Wasser mit etwas Shampoo in ein Schälchen. Die Finger einer Hand verbleiben so lange in dem Nagelbad, bis Sie mit dem Feilen der anderen Hand fertig sind. Dann kann die erweichte Nagelhaut behandelt werden.

 

Häufig genügt das Zurückschieben der Nagelhaut mithilfe des Radier-stäbchens.

Bei sehr starker Nagelhautbildung können Sie Nagelhautentferner anwenden. Dieses Produkt wirkt stark alkalisch und erweicht die Haut. Tragen Sie dabei unbedingt Schutzhandschuhe. Nach kurzer Zeit kann die Haut dann mit dem Hautheber oder der Hautzange gelöst werden.

Auf das Schneiden der Nagelhaut sollten Sie im Normalfall verzichten, weil sie ein wichtiger Schutz für die Nagelwurzel ist.

 

Mit einer fetthaltigen Creme werden Finger und Hände großzügig eingerieben. Die Massage erfolgt von den Nagelspitzen zur Handwurzel. Streichende und kreisende Bewegungen ermöglichen eine Lockerung und Entspannung.

 

Entfernen Sie Cremereste von den Nägeln mit Nagellackentferner. Zunächst wird farbloser Unterlack aufgetragen, um den Nagel vor starken Verfärbungen durch deckkräftige Nagellacke zu schützen.

Setzen Sie den Pinsel in der Mitte des Nagels auf. Führen Sie ihn bis kurz vor den Nagelwall. Ziehen Sie ihn dann bis zur Nagelspitze zurück.

Jetzt lackieren Sie zügig die rechte und linke Nagelseite.

Tragen Sie farbige Lacke in zwei Schichten auf. Achten Sie darauf, dass der Lack zwischendurch gut trocknet.

Eventuelle Lackreste an der Haut lassen sich durch Korrekturstifte einfach entfernen.

 

 


 

Tipp

Die Maniküre ist eine zusätzliche Dienstleistung im Salon. Durch eine fachkundige Beratung und professionelle Durchführung der Maniküre bieten Sie vielen Kundinnen und Kunden im Rahmen des Friseurbesuches einen wichtigen Service an.

 

Aufgaben

1. Eine Kundin soll von Ihnen eine Maniküre bekommen. Mit welchen Hilfsmitteln und Werkzeugen bereiten Sie den Arbeitsplatz vor?

2. Die Kundin beklagt sich über brüchige Nägel. Welche Ratschläge können Sie ihr geben?

3. Das hygienische Arbeiten ist bei der Maniküre unerlässlich. Worauf ist besonders zu achten?

 

Dekorative Kosmetik

 

Wie ein Make-up entsteht

In Ihrem modisch orientierten Beruf nimmt die dekorative Kosmetik eine wichtige Stellung ein. Erst ein typgerechtes und modisches Make-up vervollständigt das harmonische Gesamtbild Ihrer Kundin, das mit der Frisurengestaltung begonnen hat.

 

Viele Kundinnen sind im Umgang mit dekorativen Kosmetika ungeübt und suchen fachlichen Rat. Gerade nach der Erstellung einer neuen Frisur möchten viele Frauen ihren Typ durch ein passendes Make-up unterstreichen, ohne dabei geschminkt auszusehen.

Auch für besondere Anlässe, z.B. eine Hochzeit, müssen Sie das entsprechende Make-up gestalten können.

Seien Sie sich auch Ihrer Rolle als Vorbild bewusst. Neben Kleidung und Frisur gehört dazu auch für Sie ein modisches, typgerechtes Make-up. Eine zu grell und aufdringlich geschminkte Friseurin wird eine Kundin wohl kaum zum Erproben eines neuen Make-ups ermutigen können.

Für die Erstellung eines Make-ups sind genaue Kenntnisse über das vielfältige Angebot und die verschiedenen Anwendungstechniken dekorativer Kosmetikpräparate erforderlich.

 

Was beeinflusst die Erstellung eines Make-ups?

Vor der Erstellung eines Make-ups müssen Sie ein ausführliches Beratungsgespräch mit Ihrer Kundin führen. Die folgenden Punkte sollten dabei berücksichtigt werden:

 

 

Grundierung

Die Grundierung stellt die Grundlage eines jeden Make-ups dar. Sie soll dem Gesicht ein frisches und dennoch natürliches Aussehen verleihen und Unregelmäßigkeiten der Haut ausgleichen.

 

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