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Jede Arbeit verdient ihren Lohn.

Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert.

Guter Lohn macht die Arbeit leicht.

Der eine hat die Arbeit, der andere den Lohn.

Dienst ohne Lohn macht Diebe.

Gibt es diese Sprichwörter so oder ähnlich auch in Ihrer Muttersprache oder andere Sprichwörter über den Lohn?

11. Wählen Sie ein Sprichwort und schreiben Sie, was Sie davon halten. Berichten Sie, ob Sie schon einmal ein Erlebnis gehabt haben, zu dem es passen würde.

Kapitel 12

Management

Text 1

Grundlagen des Managements

Der Umsatzprozess eines Unternehmens bedarf einer Gestaltungs- und Steuerungsfunktion, damit er koordiniert und zielgerichtet ablaufen kann. Diese Funktion wird als Führung bezeichnet. Die Begriffe Management und Leitung werden meistens synonym verwendet. Man schenkt dem Problem der Unternehmensführung eine große Aufmerksamkeit, weil eine gute oder schlechte Führung sich früher oder später entscheidend im Unternehmenserfolg niederschlägt. Zudem sind fast alle Menschen mehr oder weniger stark von der Führung direkt betroffen, sei es als Mitarbeiter eines Unternehmens oder als Mitglieder anderer Organisationen wie Familie, Verein, Kirche, Militär usw.

Man unterscheidet normatives, strategisches und operatives Management.

1. Normatives Management beschäftigt sich mit den generellen Zielen des Unternehmens, mit Prinzipien, Normen und Spielregeln, die darauf ausgerichtet sind, die Lebens- und Entwicklungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen und ihre Identität zu wahren. Zentralen Ausgangspunkt bildet dabei die unternehmerische Vision. Diese umfasst die ganzheitliche, vorausschauende Vorstellung von Zwecken sowie Wege zur Erreichung dieser Zwecke. Ausgehend von der unternehmerischen Vision wird das normative Management in folgende drei Bereiche aufgeteilt:

Unternehmenspolitik: Dieser kommt die prinzipielle Aufgabe zu, eine Harmonisierung externer Interessen an dem Unternehmen und intern verfolgter Ziele vorzunehmen. Die Harmonisierung erlaubt es, ein Gleichgewicht zwischen der Umwelt und der Inwelt eines Unternehmens zu erreichen.

Unternehmensverfassung: Mit ihren konstitutiven Rahmenregelungen definiert sie als Grundgesetz des Unternehmens die Gestaltungsräume und -grenzen. Damit legt sie einen generell zu
befolgenden Verhaltensrahmen nach innen und nach außen fest. Die Unternehmensverfassung wird vorerst durch die Rechtsnormen der gesamtwirtschaftlichen Ordnung bestimmt.

Unternehmenskultur: Die Unternehmenspolitik wird nicht nur durch die Unternehmensverfassung (harter Gestaltungsaspekt) getragen, sondern auch durch die Unternehmenskultur (weicher Gestaltungsaspekt).

2. Strategisches Management ist auf den Ausbau und die Pflege von Erfolgspotentialen ausgerichtet, für die Ressourcen aufgewendet werden müssen. Bestehende Erfolgspotentiale drücken die im Zeitverlauf gewonnenen Erfahrungen eines Unternehmens mit Märkten, Technologien und sozialen Strukturen aus. Neue Erfolgspotentiale stellen auf die Entwicklung von Fähigkeiten ab, die zukünftig geeignet sind, entsprechende Vorteile gegenüber den Konkurrenten zu erzielen. Im Mittelpunkt strategischer Überlegungen stehen folgende Bereiche:

Strategisches Programm, welches die Unternehmensstrategien zur Erzielung von strategischen Erfolgspositionen enthält.

Organisationsstrukturen und Managementsysteme: Bei der Gestaltung der Organisationsstruktur geht es um die Art der Stellenbildung und des Leistungsprinzips, die Verteilung der Entscheidungskompetenzen. Die Managementsysteme (z.B. Planungs- und Kontrollsysteme, Informationssysteme und Personalmanagementsysteme) unterstützen die durch die Organisation festgelegten strukturellen und prozessualen Regelungen. Sie dienen dazu, das Problem-, Leitungs- und Kooperationsverhalten in eine vorgegebene Richtung zu lenken.

Problemverhalten: Neben den Organisationsstrukturen und den Managementsystemen sind es letztlich die Menschen, die in ihrem Handeln Probleme erkennen, deren Lösungen in strategische Programme umsetzen und operativ verwirklichen. Das Verhalten der Führungskräfte hat somit einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg einer Strategie. Im Mittelpunkt stehen das Entscheidungsverhalten, das Führungsverhalten, das Lernverhalten und das Arbeitsverhalten.

3. Operatives Management: Normatives und strategisches Management finden ihre Umsetzung im operativen Management. Bei diesem steht die ökonomische Perspektive der leistungs-, finanz- und informationswirtschaftlichen Prozesse im Mittelpunkt. Dazu tritt auch der soziale Aspekt des Mitarbeiterverhaltens. Dieser spielt vor allem im Kooperationsverhalten und in der vertikalen und horizontalen Kommunikation eine Rolle.

Wortschatz

zielgerichtet

sich niederschlagen (schlug sich nieder, hat sich niedergeschlagen)
(in + Dat.)
,

die Spielregeln

sicherstellen (stellte sicher, hat sichergestellt), vt

e Vision , ()

extern

intern y

die Rahmenregelungen

abstellen (stellte ab, hat abgestellt) (auf + Akk.) ,

im Mittelpunkt stehen (stand, hat gestanden),vi

die Umsetzung, -en

Lexikalisch-grammatische Aufgaben

1. Unterstreichen Sie im Text die Nominalkomposita und zerlegen Sie die in zwei Teile.

2. Unterstreichen Sie im Text alle Verben mit untrennbaren Präfixen. Entscheiden Sie sich für eines der Präfixe be-, ver-, er- oder ent- und schreiben Sie möglichst viele Verben mit diesem Präfix.

3. Finden Sie im Text Synonyme zu den folgenden Wörtern und Ausdrücken.

1. brauchen 10. die Erweiterung
2. die Lenkung 11. verwenden, einsetzen
3. die Beachtung 12. das Zentrum
4. maßgebend 13. erreichen
5. die Vorstellung 14. die Stellengründung
6. das Ziel 15. realisieren
7. das Gebiet 16. schließlich
8. die Balance 17. die Zusammenarbeit
9. das Benehmen 18. in erster Linie

4. Finden Sie Definitionen für die folgenden Begriffe.

Der Umsatzprozess, die Steuerungsfunktion, die Spielregeln, die Lebensfähigkeit eines Unternehmens, die Vision, der Verhaltensrahmen, der Konkurrent, die Entscheidungskompetenz, die Stellenbildung, die Informationssysteme, das Kooperationsverhalten, die Führungskräfte.

5. Ergänzen Sie die Adjektivendungen.

1. Eine gut___ oder schlecht___ Führung schlägt sich früher oder später entscheidend im Unternehmenserfolg nieder. 2. Normativ___ Management beschäftigt sich mit den generell___ Zielen des Unternehmens. 3. Zentral___ Ausgangspunkt bildet dabei die unternehmerisch____ Vision. 4. Die Unternehmensverfassung legt einen generell zu befolgend___ Verhaltensrahmen nach innen und nach außen fest. 5. Strategisch___ Programm enthält die Unternehmensstrategien zur Erzielung von strategisch_____ Erfolgspositionen. 6. Die Managementsysteme unterstützen die durch die Organisation festgelegt___ strukturelle___ und prozessual___ Regelungen. 7. Das Verhalten der Führungskräfte hat einen entscheidend____ Einfluss auf den Erfolg einer Strategie. 8. Normativ___ und strategisch___ Management finden ihre Umsetzung im operativ___ Management. 9. Bei dem operativ___ Management steht die ökonomisch___ Perspektive der leistungs-, finanz- und informationswirtschaftlich___ Prozesse im Mittelpunkt. 10. Dazu tritt der sozial___ Aspekt des Mitarbeiterverhaltens. 11. Dieser Aspekt spielt vor allem in der vertikal___ und horizontal___ Kommunikation eine Rolle.

6. Schreiben Sie die Sätze neu, indem Sie die kursivgedruckten Ergänzungen durch ein Pronomen ersetzen.

Z.B. Die Firma verkauft Aktionären im In- und Ausland den größten Teil der Aktien. Die Firma verkauft ihnen den größten Teil der Aktien.

 

1. Viele Menschen sind von der Führung direkt betroffen.
2. Normatives Management ist darauf ausgerichtet, die Lebens- und Entwicklungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen und diese Fähigkeiten zu wahren. 3. Der Unternehmenspolitik kommt die prinzipielle Aufgabe zu, eine Harmonisierung externer Interessen am Unternehmen und intern verfolgter Ziele vorzunehmen. 4. Das Interesse an unserem Unternehmen ist stark gestiegen. 5. Die unternehmerische Vision umfasst die ganzheitliche, vorausschauende Vorstellung von Zwecken sowie Wege zur Erreichung dieser Zwecke. 6. Ausgehend von der unternehmerischen Vision wird das normative Management in drei Bereiche aufgeteilt. 7. Die Harmonisierung erlaubt es, ein Gleichgewicht zwischen der Umwelt und der Inwelt zu erreichen. 8. Mit ihren konstitutiven Rahmenregelungen definiert die Unternehmensverfassung die Gestaltungsräume und -grenzen. 9. Damit legt sie einen generell zu befolgenden Verhaltensrahmen nach innen und nach außen fest. 10. Bestehende Erfolgspotentiale drücken die Erfahrungen eines Unternehmens mit Märkten, Technologien und sozialen Strukturen aus. 11. Das Verhalten der Führungskräfte hat einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg einer Strategie. 12. Normatives und strategisches Management finden ihre Umsetzung im operativen Management.

7. Ergänzen Sie in den folgenden Sätzen den bestimmten, unbestimmten oder Nullartikel (und die richtige Endung).

1. Man schenkt _____ Problem _____ Unternehmensführung _____ große Aufmerksamkeit. 2. Fast alle Menschen sind mehr oder weniger stark von _____ Führung direkt betroffen. 3. Der Umsatzprozess ______ Unternehmens bedarf _____ Gestaltungs- und Steuerungsfunktion, damit er koordiniert und zielgerichtet ablaufen kann. 4. Normatives Management beschäftigt sich mit ______ generellen Zielen des Unternehmens. 5. Die unternehmerische Vision umfasst _____ ganzheitliche, vorausschauende Vorstellung von _____ Zwecken sowie _____ Wege zur Erreichung dieser Zwecke.
6. Ausgehend von _____ unternehmerischen Vision wird _____ normative Management in _____ drei Bereiche aufgeteilt. 7. _____ Unternehmenspolitik kommt die prinzipielle Aufgabe zu, _____ Harmonisierung externer Interessen an _____ Unternehmen vorzunehmen. 8. Die Harmonisierung erlaubt es, _____ Gleichgewicht zwischen _____ Umwelt und _____ Inwelt _____ Unternehmens zu erreichen. 9. Die Unternehmensverfassung legt _____ generell zu befolgenden Verhaltensrahmen nach innen und nach außen fest. 10. Die Unternehmenspolitik wird nicht nur durch _____ Unternehmensverfassung getragen, sondern auch durch _____ Unternehmenskultur. 11. Strategisches Management ist auf _____ Ausbau und _____ Pflege von ______ Erfolgspotentialen ausgerichtet, für _____ Ressourcen aufgewendet werden müssen.
12. Bestehende Erfolgspotentiale drücken _____ im Zeitverlauf gewonnenen Erfahrungen _____ Unternehmens mit _____ Märkten, Technologien und sozialen Strukturen. 13. Im Mittelpunkt _____strategischer Überlegungen stehen strategisches Programm, Organisationsstrukturen und Managementsysteme. 14. Neben _____ Organisationsstrukturen und _____ Managementsystemen sind es letzlich _____ Menschen, die in ihrem Handeln Probleme erkennen, deren Lösungen in _____ strategische Programme umsetzen und operativ verwirklichen.

Aufgaben zum Textinhalt und zur Konvesation

8. Berichten Sie vom normativen, strategischen und operativen Management. Ergänzen Sie die Informationen im Text durch weitere Angaben aufgrund Ihrer eigenen Kenntnisse, die Sie in den Vorlesungen, Seminaren usw. erworben haben.

9. Unterhalten Sie sich miteinander über den Text. Bitten Sie dabei um Erklärungen. Benutzen Sie die folgenden Redemittel:

Darf ich dazu (noch) eine Frage stellen?

Darf ich kurz nachfragen?

Ich bin nicht sicher, ob ich Sie/dich richtig verstanden habe.

Könnten Sie/Kannst du mir das bitte noch einmal erklären/genauer erläutern/wiederholen?

Es ist nicht klar, was Sie meinen/du meinst, wenn Sie sagen/du sagst, dass....

Wenn ich Sie/dich richtig verstanden habe, meinen Sie/meinst du, dass...

Geben Sie Erklärungen, indem Sie die folgenden Redemittel benutzen:

Ich meinte das so.../Was ich meinte, ist Folgendes:...

Ich wollte damit sagen, dass... /Was ich sagen wollte, war...

Darf ich Ihnen/dir noch einmal kurz erklären/erläutern...

Text 2

Führungsfunktionen

Teil1

Der Planungkommt im Rahmen der Führung eine große Bedeutung zu.Als erstes Element desFührungsprozesses bildet sie die Grundlage für die weiteren Führungsfunktionen. Die Planung stellt eine systematische Entscheidungsvorbereitungdar und beeinflusst das zukünftige Verhalten des Unternehmens. Sie zeigt die aus ihrer Sicht möglichen Handlungsalternativen auf und macht Vorschläge, welche ausgewählt werden sollen. Die Qualität der Entscheidungen hängt zu einem großen Teil von der Qualität der Planungsunterlagen (z.B. Genauigkeit, Aktualität) ab.

Im Rahmen der Realisierung getroffener Entscheidungen bietet die Planung die Grundlage für Anordnungen, sei es in Form von zu erreichenden Zielen oder in Form von Instruktionen, wie ein Problem zu lösen sei. Die Planung ermöglicht auch die Kontrolle, da die Zielerfüllung nur durch einen Vergleich zwischen geplanten und tatsächlich erreichten Ergebnissen überprüft werden kann.

Sind die Planungsgrundlagen erarbeitet, so muss definitiv über sie entschieden werden. Damit werden Pläne zur Steuerung des unternehmerischen Handelns für gültig erklärt. In der betrieblichen Praxis trifft man täglich eine Vielzahl von Entscheidungen. Bei einer Charakterisierung nach verschiedenen Merkmalen kann man folgende Entscheidungsarten unterscheiden:

innovative Entscheidungen und Routineentscheidungen,

Entscheidungen bei sicheren und unsicheren Erwartungen,

Kollektiventscheidungen und individuelle Entscheidungen,

rationale und nichtrationale Entscheidungen,

bewusste und unbewusste Entscheidungen,

Entscheidungen in unterschiedlichen Funktionsbereichen wie Marketing-, Produktions-, Finanzentscheidungen usw.,

strategische und operative Entscheidungen.

Während Planung und Entscheidung der Willensbildung dienen, steht bei der Anordnung als drittem Element der Führung die Willensdurchsetzung im Vordergrund. Die Anordnung umfasst alle institutionellen, prozessualen und instrumentalen Erscheinungen, welche der Willenskundgebung eines Vorgesetzten, der Willensübertragung und der Willensübernahme der ihm unterstellten Mitarbeiter zwecks Realisierung einer gewählten Handlungsinitiative dienen. Primär kann man zwischen einem Anordnungsgeber und einem Anordnungsnehmer unterscheiden. Neben den zwischenmenschlichen Beziehungen spielt die Autorität des Anordnungsgebers und die Bereitschaft des Anordnungsnehmers aufgrund seiner Motivation eine große Rolle. Die Anordnungen müssen klar, vollständig, begründet und angemessen sein.

Wesentlich für die Übertragung einer Aufgabe ist die Autorität des Anordnungsgebers. Unter Autoritätwird die Macht einer Person A verstanden, Einfluss auf das Verhalten einer Person B zu nehmen. Person B wird dabei zu einem Handeln veranlasst, das sie ohne Einflussnahme nicht tun würde. Die Autorität des Anordnungsgebers kann in der betrieblichen Praxis auf einer Vielzahl von Ursachen beruhen:

Institutionelleoder formale Autorität: Diese Form der Autorität ergibt sich aufgrund der Verteilung der Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung. Sie kann auf einer rechtlichen Grundlage beruhen (dem Arbeitsvertrag, laut dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einem Subordinationsverhältnis stehen), auf
den unternehmensinternen Regelungen (Organigrammen, Stellenbeschreibungen, Funktionendiagrammen) und auf sozialen
Normen.

Fachliche Autorität: Oft erweist sich die formale Autorität als alleinige Grundlage zur Beeinflussung des Verhaltens als nicht genügend. Der Vorgesetzte soll sich in seinem Fachgebiet gut auskennen und imstande sein bei auftauchenden Problemen Ratschläge zu erteilen. Neben dem Fachwissen ist der Vorgesetzte befähigt, seinen Mitarbeiter zu führen. Dies bedeutet die Vorgabe von klaren Zielen, das Fällen eindeutiger Entscheidungen oder eine dem Mitarbeiter angepasste Kontrolle.

Persönliche Autorität: Die dritte Form der Autorität beruht darauf, dass bei zwischenmenschlichen Beziehungen die Gefühle in Form von Zuneigung und Abneigung eine große Rolle spielen. Ihr Einfluss ist schwer zu erfassen, da die ursächlichen Faktoren schwer identifizierbar sind. Zudem besteht die Tendenz, dass diese Gefühle rationalisiert werden, d.h. man gibt eine rationale Begründung für emotionales Verhalten.

Das Thema Führungsfunktionen umfasst auch den Begriff Führungsstil.Unter Führungsstil ist das Resultat der Ausgestaltung der Führungsfunktionen Planung, Entscheidung, Anordnung und Kontrolle zu verstehen.Man unterscheidet zwischen dem autoritären und kooperativen Führungsstil.

Der autoritäreFührungsstil ist dadurch gekennzeichnet, dass der Vorgesetzte alle Entscheidungen ohne jegliche Mitsprachemöglichkeiten des Untergebenen selber trifft und diese in Form von Befehlen weitergibt.

Der kooperative Führungsstil wird dadurch charakterisiert, dass die Initiative und Selbstständigkeit des Mitarbeiters durch Delegation von Entscheidungskompetenz und Verantwortung gefördert wird und dass die Mitarbeiter durch Partizipation am Führungsprozess motiviert werden.

Teil 2

 

Das abschließende konstitutive Element der Führung ist die Kontrolle. Aufgabe der Kontrolle ist es, die tatsächlich realisierten Ergebnisse mit den angestrebten Ergebnissen zu vergleichen, um daraus den Zielerfüllungsgrad erkennen zu können. Man unterscheidet:

Branchenorientierte Kontrolle: Man vergleicht die Resultate des eigenen Unternehmens mit denjenigen der gleichen Branche (Konkurrenten) oder mit dem Durchschnitt der ganzen Branche.

MitarbeiterbezogeneKontrolle: Die Ergebnisse der Mitarbeiter, die eine gleiche oder ähnliche Arbeit ausführen, werden miteinander verglichen.

Vergangenheitsorientierte Kontrolle: Verglichen werden die Werte der Vergangenheit mit denjenigen der Gegenwart.

Im Zusammenhang mit den Führungsfunktionen soll auch das Controllingerwähnt werden. Darunter versteht man die ergebnisorientierte Steuerung des Unternehmensgeschehens. Beim Controlling handelt es sich um eine Kernfunktion der Führung, die sich aus verschiedenen Teilfunktionen zusammensetzt. Man unterscheidet eine Planungs-, Kontroll-, Koordinations- und Informationsversorgungsfunktion. Die größte Bedeutung kommt der Koordinationsfunktion zu. Diese Funktion besteht darin, das Planungs- und Kontrollsystem mit dem Informationsversorgungs- und dem elektronischen Datenverarbeitungssystem zu koordinieren.

Ausgehend von den Daten des Rechnungswesens werden Informationen bereitgestellt, um eine bestehende Situation mit der geplanten Entwicklung zu vergleichen und um notwendige Maßnahmen ergreifen zu können. Das Controlling umfasst deshalb folgende Aufgaben:

Zuerst wird eine Standortbestimmung mit Hilfe von aussagefähigen Daten und Rechnungen des finanziellen und betrieblichen Rechnungswesens vorgenommen.

In einer Abweichungsanalyse wird nachfolgend ermittelt, inwieweit man das gesteckte Ziel erreicht hat.

Anschließend wird eine Ursachenanalyse für die aufgetretenen Abweichungen erstellt.

Sind die Abweichungen und deren Ursachen ermittelt, so werden Maßnahmenvorgeschlagen, um von der gegenwärtigen Situation das angestrebte, in der Zwischenzeit revidierte Ziel zu erreichen.

Im Mittelpunkt des Controlling mit Betonung der finanzwirtschaftlichen Führung steht vor allem

die Rentabilität und Liquidität,

die Kostenstruktur und die Deckungsbeiträge sowie die damit verbundene

Sortimentgestaltung.

Wortschatz

e Entscheidungsvorbereitung ()

e Anordnung, -en

definitiv

r Wille

e Willenskundgebung

zwecks

unterstellte Mitarbeiter

e Einflussnahme

sich auskennen (kannte sich aus, hat sich ausgekannt), vr

e Zuneigung

e Abneigung

jegliche -

Mitsprache

e Partizipation

s Datenverarbeitungssystem, -e

bestehende Situation

Maßnahmen ergreifen (ergriff, hat ergriffen), vt

e Standortbestimmung, -en () -

aussagefähige Daten

e Abweichungsanalyse ( )

die Liquidität ,

der Deckungsbeitrag, die Deckungsbeiträge ,

Lexikalisch-grammatische Aufgaben

1. Verbinden Sie die folgenden Nomen mit s- oder ohne Fugenelement.

die Entscheidung die Vorbereitung die Entscheidungsvorbereitung
die Routine die Entscheidung  
die Funktion der Bereich  
das Fach das Gebiet  
die Planung die Unterlagen  
das Ziel die Erfüllung  
das Kollektiv die Entscheidung  
der Wille die Durchsetzung  
die Anordnung der Geber  
die Produktion die Entscheidung  
die Führung der Stil  
die Mitsprache die Möglichkeiten  
die Entscheidung die Kompetenz  
der Standort die Bestimmung  
die Abweichung die Analyse  
das Unternehmen die Kultur  
der Verbrauch die Güter  
die Arbeit die Bedingungen  
die Arbeit der Nehmer  
die Arbeit der Geber  
der Konsum die Güter  
der Gebrauch die Güter  
die Kooperation das Verhalten  

2. Schreiben Sie aus dem Text alle Wörter mit dem Wortbestandteil Entscheidung- heraus.

Die Entscheidungsvorbereitung,

3. Ergänzen Sie die Adjektive, die mit den Wörtern Entscheidungen und Autorität gebraucht werden.

Innovative Entscheidungen,

Formale Autorität,

4. Ordnen Sie dem Substantiv passende Adjektive oder Partizipien zu.

Systematisch, zukünftig, möglich, betrieblich, verschieden, persönlich, unsicher, unterschiedlich, zwischenmenschlich, alleinig, rational, emotional, sicher, autoritär, kooperativ, konstitutiv, gegenwärtig, verschieden, elektronisch, bestehend, getroffen, fachlich, notwendig, aussagefähig, finanziell, betrieblich, finanzwirtschaftlich, unterstellt.

1. ___________________ Praxis 13. _____ Handlungsalternativen
2. _________ Funktionsbereiche 14. _______________ Merkmale
3. ______________ Beziehungen 15. ________________ Situation
4. ________________ Grundlage 16. ___________ Teilfunktionen
5. ______________ Erwartungen 17. _______________________ Datenverarbeitungssystem
6. ______________ Führungsstil 18. _____________ Maßnahmen
7. ______________ Begründung 19. _______________________ Entscheidungsvorbereitung
8. _________________ Element 20. ________________ Autorität
9. ________________ Verhalten 21. __________________ Daten
10. _________ Rechnungswesen 22. ________________ Führung
11. __________ Entscheidungen  
12. ______________ Mitarbeiter  

5. Welches Verb passt nicht? Streichen Sie durch.

1. die Kontrolle durchführen/abschaffen/verschärfen/verlieren/ entbrennen/ausüben/

2. die Autorität haben/besitzen/genießen/wahren/verschaffen/ rationalisieren/verlieren

3. das Controlling durchführen/überwachen/einführen/lernen/ freisprechen

4. die Anordnungen überprüfen/vornehmen/erlassen/treffen/ beruhigen/geben

5. einen Einfluss haben/ausüben/nehmen/suchen/gewinnen/verlieren/ leihen

6. eine Zuneigung verspüren/schenken/bewahren/beweisen/zünden/ gewinnen/erwecken

7. eine Abneigung haben/empfinden/erregen/abmachen/verspüren

8. die Gefühle haben/verletzen/verbergen/verraten/genehmigen/ wecken/unterdrücken

9. den Führungsstil haben/verbessern/entwickeln/planen/imitieren/ beschreiben

10. die Abweichungen feststellen/analysieren/ermitteln/koordinieren/ erklären

11. eine Grundlage bilden/schaffen/erwerben/stellen/gründen

6. Ergänzen Sie die fehlenden Präpositionen ggf. mit Artikeln.

1. Die Planung zeigt die _____ ihrer Sicht möglichen Handlungsalternativen auf und macht Vorschläge, welche ausgewählt werden sollen. 2. Die Qualität der Entscheidungen hängt _____ _____ großen Teil _____ _____ Qualität der Planungsunterlagen ab. 3. _____ Zweck der Realisierung getroffener Entscheidungen bietet die Planung die Grundlage _____ Anordnungen. 4. Die Planung ermöglicht auch die Kontrolle, da die Zielstellung nur _____ _____ Vergleich zwischen geplanten und tatsächlich erreichten Ergebnissen überprüft werden kann. 5. _____ _____ betrieblichen Praxis ist täglich eine Vielzahl _____ Entscheidungen zu treffen. 6. _____ _____ Planung und Entscheidung existiert noch ein Element der Führung die Anordnung. 7. Primär kann man _____ _____ Anordnungsgeber und _____ Anordnungsnehmer unterscheiden. 8. _____ _____ zwischenmenschlichen Beziehungen spielt die Autorität des Anordnungsgebers und die Bereitschaft des Anordnungsnehmers ______ seiner Motivation eine große Rolle. 9. Wesentlich _____ _____ Übertragung einer Aufgabe ist die Autorität des Anordnungsgebers. 10. _____ Autorität wird die Macht einer Person A verstanden, Einfluss _____ _____ Verhalten einer Person B zu nehmen. 11. Person B wird dabei _____ _____ Handeln veranlasst, das sie ohne Einflussnahme nicht tun würde. 12. Die Autorität des Anordnungsgebers kann _____ _____ Vielzahl _____ Ursachen beruhen. 13. Die formale Autorität ergibt sich ______ _____ Verteilung der Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung. 14. Der Vorgesetzte soll sich _____ _____ Fachgebiet gut auskennen und imstande sein _____ auftauchenden Problemen Ratschläge zu geben. 15. Die persönliche Autorität beruht dar___, dass _____ zwischenmenschlichen Beziehungen die Gefühle _____ Form _____ Zuneigung und Abneigung eine große Rolle spielen. 16. Es gibt eine rationale Begründung _____ emotionales Verhalten. 17. Man unterscheidet _____ _____ autoritären und kooperativen Führungsstil. 18. Die Mitarbeiter werden _____ Teilnahme _____ Führungsprozess motiviert. 19. Die Kontrolle vergleicht die tatsächlich realisierten Ergebnisse _____ _____ angestrebten Ergebnissen. 20. _____ Zusammenhang _____ _____ Führungsfunktionen wird auch das Controlling erwähnt. 21. _____ Controlling handelt es sich _____ _____ Kernfunktion der Führung, die sich _____ verschiedenen Teilfunktionen zusammensetzt. 22. Zuerst wird eine Standortbestimmung _____ Hilfe _____ aussagefähigen Daten und Rechnungen des finanziellen und betrieblichen Rechnungswesens vorgenommen. 23. Anschließend wird eine Ursachenanalyse _____ _____ aufgetretenen Abweichungen erstellt.

7. Formulieren Sie Fragen zu den kursivgedruckten Ausdrücken.

1. Die Qualität der Entscheidungen hängt zu einem großen Teil von der Qualität der Planungsunterlagen ab. 2. Die Planung bietet die Grundlage für Anordnungen, wie ein Problemzu lösen ist. 3. Die Zielerfüllung kann nur durch einen Vergleich zwischen geplanten und tatsächlich erreichten Ergebnissen überprüft werden. 4. Bei der Anordnung steht die Willensdurchsetzung im Vordergrund.
5. Wesentlich für die Übertragung einer Aufgabe ist die Autorität des Anordnungsgebers. 6. Der autoritäre Führungsstil ist dadurch gekennzeichnet, dass der Vorgesetzte alle Entscheidungen ohne jegliche Mitsprachemöglichkeiten des Untergebenen selber trifft.
7. Unter dem Controlling versteht man die ergebnisorientierte Steuerung des Unternehmensgeschehens.

8. Formen Sie die Relativsätze in Partizipialkonstruktionen um.

Z.B. Die Entscheidungen, die getroffen wurden die getroffenen Entscheidungen.

 

1. Die Ziele, die erreicht werden sollen_____________________

2. Die Ergebnisse, die geplant wurden______________________

3. Die Ergebnisse, die erreicht wurden______________________

4. Die Probleme, die aufgetaucht sind______________________

5. Die Ergebnisse, die man anstrebt________________________

6. Die Steuerung, die auf das Ergebnis orientiert______________

7. Die Abweichungen, die aufgetreten sind__________________

8. Die Entwicklung, die geplant wurde_____________________

9. Das Ziel, das angestrebt und später revidiert wurde__________

10. Die Kontrolle, die sich auf die Mitarbeiter bezieht__________

9. Bilden Sie aus den vorgegebenen Wörtern Sätze.

1. Täglich man Praxis können in die betrieblich eine treffen von Vielzahl Entscheidungen.

2. Anordnungsgeber der eine wesentlich die für sein Übertragung Aufgabe die Autorität.

3. Grundlage die genügen die alleinig formal oft Autorität als Verhalten das nicht für Beeinflussung.

4. Geben man Begründung für emotional eine Verhalten rational.

5. Man zwischen der und unterscheiden autoritär kooperativ Führungsstil.

6. Kontrolle abschließend das Element die sein die konstitutiv Führung.

7. Unterscheiden man Kontrolle vergangenheitsorientiert zwischen die branchenorientiert mitarbeiterbezogen und.

8. Controlling unter man das Unternehmensgeschehen ergebnisorientiert das verstehen die Steuerung.

Aufgaben zum Textinhalt

10. Bearbeiten Sie die folgenden Fragen zum Text.

1. Welche Rolle spielt die Planung im Rahmen des Führungsprozesses?

2. Welche Entscheidungsarten werden in der betrieblichen Praxis unterschieden?

3. Wie wird der Begriff Autorität definiert?

4. Auf welchen Ursachen kann die Autorität des Anordnungsgebers beruhen?

5. Wodurch sind der autoritäre und der kooperative Führungsstil gekennzeichnet?

6. Welche Aufgabe erfüllt die Kontrolle im Rahmen der Unternehmensführung?

7. Was versteht man unter dem Controlling?

8. Welche Aufgaben umfasst das Controlling?

11. Erläutern Sie schriftlich mit eigenen Worten die folgenden Fachbegriffe.

1. die Planung

2. die Anordnung

3. die Autorität

4. der Führungsstil

5. die Kontrolle.

Aufgaben zur Konversation

12. Überlegen Sie (in kleinen Gruppen) mehrere Antworten (auf Kärtchen schreiben) und tragen Sie sie dann im Plenum vor.

Wie soll der Manager von heute sein?

Wie soll er aussehen?

Wie soll er sich kleiden?

Wie alt soll er sein?

Welche Eigenschaften soll er haben/nicht haben?

Welche Ausbildung soll er haben?

Wie muss die ideale Zusammenarbeit sein?

13. An der Anordnung sind solche Personen beteiligt, wie der Anordnungsgeber und der Anordnungsnehmer bzw. -empfänger. Erläutern Sie ihre Funktionen.

14. Wie vollzieht sich der Anordnungsprozess in einem Unternehmen? Welche Faktoren können ihn beeinflussen?

15. Im Zusammenhang mit dem Begriff Anordnung werden in der Fachliteratur solche Begriffe erwähnt, wie Klarheit, Vollständigkeit, Begründbarkeit und Angemessenheit. Definieren Sie diese Begriffe und begründen Sie, warum sie für eine erfolgreiche Unternehmensführung unabdingbar (unbedingt notwendig) sind.

16. Wie können Unklarheiten und Unvollständigkeiten einer Anordnung vermieden werden? Erarbeiten Sie zusammen mit Ihrem Lernpartner/Ihrer Lernpartnerin einige Tipps und tragen Sie diese im Plenum vor.

17. Berichten Sie von der Rolle der Autorität beim Führungsprozess. Gehen Sie dabei auf verschiedene Arten der Autorität ein.

18. Worin äußert sich die persönliche Autorität des Vorgesetzten? Erläutern Sie die Frage aus eigener Erfahrung, gehen Sie dabei auf die Behandlung der Mitarbeiter, auf die Integrität des Vorgesetzten und seine Durchsetzungskraft ein.

19. Welcher der Führungsstile dominiert Ihrer Meinung nach bei der Unternehmensführung in den meisten Firmen der autoritäre oder der kooperative? Nennen Sie die Vor- und Nachteile von jedem Führungsstil. Gibt es Bereiche, in denen nur der autoritäre oder der kooperative Führungsstil eingesetzt wird?

20. Wozu ist die Kontrolle notwendig? Welche Personen oder Stellen werden mit Kontrollaufgaben betraut? Was verstehen Sie unter Selbstkontrolle und Fremdkontrolle?

Text 3

Unternehmenskultur

Teil 1

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